«Die Fussreflexzonen-Massage entspannt Mutter und Kind»

Luzern, 1. Juni 2017 – Wohltuend, nicht nur während der Schwangerschaft. Fussreflexzonen-Massagen entspannen und lindern Beschwerden. Dozentin Karin Stettler im Interview.

Karin Stettler: «Fussreflexzonen-Massagen verbessern den Energiefluss im Körper, das hilft auch bei einer Schwangerschaft, tut der werdenden Mutter gut, auch dem Kind.»

Karin Stettler, kann eine Fussreflexzonen-Massage frühzeitig Wehen auslösen?

Ja, es gibt tatsächlich Reflexzonen und Punkte, die muss man kennen, um Wehen nicht frühzeitig auszulösen. Umgekehrt können wir diese Zonen auch gezielt nutzen: Durch die Massage lösen wir bei einer anstehenden Geburt Wehen aus.

Zurück zur Schwangerschaft. Inwiefern hilft da die Fussreflexzonen-Massage?

Bei geschwollenen Füssen zum Beispiel. Durch das Massieren entstauen sich Füsse, Beine – ja, der ganze Körper. Die Klientinnen entspannen sich, Schmerzen in Kreuz und Rücken lassen nach. Massiere ich an den Füssen, so ist das wohltuend für Mutter und Kind.

Bekommt das Kind etwas von der Massage mit?

Natürlich, das Kind bekommt alles mit, was die Mutter erlebt. Während der Massage erfährt es durch die Mutter Entspannung und Wohlbefinden und der Körperenergiefluss wird verbessert. Ich finde es toll, wenn sich werdende Mütter Zeit für eine Massage nehmen. Sie finden so auch Zeit, sich auf die anstehenden Veränderungen vorzubereiten.

Gibt es Fälle, in denen du von einer Fussreflexzonen-Massage abrätst?

Ja, bei Risikoschwangerschaften. Und auch bei Verdacht auf eine Schwangerschaftsvergiftung. Verläuft die Schwangerschaft unkompliziert, spricht nichts dagegen.

Im November unterrichtest du den Kurs «Fussreflexzonen: Stäbchen, Hölzer, Steine», der zum ersten Mal stattfindet. Was erwartet da die StudentInnen?

Stäbchen, Hölzer und Steine setzen wir als Werkzeuge ein. Wie man sie anwendet und wie sich das anfühlt, erleben die TeilnehmerInnen an den eigenen Füssen. Für TherapeutInnen ist es eine ganz spezielle Art die Reflexzonen auf diese Weise zu behandeln. Die Behandlung mit diesen Werkzeugen wirkt sich positiv auf das Befinden der KlientInnen aus.

Wozu braucht es Stäbchen, Hölzer und Steine? Ist der Druck der Finger nicht stark genug?

Diese Hilfsmittel sind Verlängerungen für Hände und Finger. Den Druck setze ich ganz gezielt ein. Die Werkzeuge helfen, um die Punkte genauer zu lokalisieren und mit mehr Kraft zu behandeln. Auch für uns TherapeutInnen ist das eine erweiternde Massagemethode, denn Hände und Arme werden entlastet.

Danke, Karin, für das Gespräch.


Karin Stettler unterrichtet unter anderem das Weiterbildungsmodul «Fussreflex: Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett», gemeinsam mit der Hebamme Pia Scognamiglio. Karin ist Fussreflexzonen-Therapeutin und führt eine eigene Praxis in Luzern. An der Heilpraktikerschule Luzern unterrichtet sie die Module Fussreflexzonen-Massage, Pränatalarbeit und Metamorphose, Organsprache der Füsse, Psychozon-Massage, Reflektorische Lymphdrainage am Fuss und ist Prüfungsexpertin.

Die nächsten Reflexzonen-Kurse:


Die Kurse «Fussreflex: Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett» und «Fussreflexzonen: Stäbchen, Hölzer, Steine» sind Weiterbildungsmodule. Voraussetzungen sind Kenntnisse der Fussreflexzonen-Massage mit Organzonen, bzw. eine abgeschlossene Fussreflexzonentherapie-Ausbildung.