«Manchmal genügt ein Wechsel der Blickrichtung»

Ebikon, 13. September 2017 – Eine neue Ausbildung, toll. Doch was, wenn ich mir das gar nicht zutraue? «Die eigene Blickrichtung ändern», rät Helen Vock, das löse Probleme und erleichtere das Leben.

Helen Vock: «Jederzeit können wir die eigene Blickrichtung ändern und das Leben von einer anderen Seite betrachten.» Photo: ZVG

Die Neugier auf eine neue Ausbildung ist ja das eine. Doch was, wenn ich mir das Lernen nicht zutraue oder Angst vor Prüfungen habe? Gibt es da einen Trick?

Wenn es darum geht, die eigene Komfortzone zu verlassen und etwas Neues zu lernen, reagieren fast alle Menschen mit Angst. Das ist normal und ich finde es wichtig, dass man dazu steht. Auch Scheitern gehört zum Leben: Wenn ich etwas nicht erreiche, dann macht das gar nichts. Ich bin danach noch immer die gleiche Person, genauso wertvoll wie davor. Der Unterschied ist, dass ich etwas dazugelernt habe.

Am Grossen Schnuppertag bietest du einen Schnupperkurs an: «Lernen: Manchmal genügt ein Wechsel der Blickrichtung». Was kannst du uns schon darüber verraten?

Es ist jederzeit möglich, die Blickrichtung zu ändern und unser Leben von einer anderen Seite zu betrachten. Das sollten wir immer vor Augen haben, doch im Alltag vergessen wir das gerne.

Ist das nicht unheimlich anstrengend?

Anstrengend wird es immer dann, wenn ich es nicht mache.

Wie wirkt denn dieser Wechsel der Blickrichtung?

Eine neue Blickrichtung beschert ungewohnte Sichtweisen und Erkenntnisse. Dadurch kommen wir auf neue Ideen und Lösungen. Oft löst sich dadurch ein Problem einfacher als gedacht. Für mich sind diese Perspektivenwechsel eine grosse Bereicherung.

Du hast so viele Ausbildungen abgeschlossen und in ganz verschiedenen Stellen gearbeitet: Matura, Akkordeonausbildung, eine Stelle bei der Pensionskasse, dann das Geographie-Studium an der Uni, Raumplanerin, Aktivierung für Senioren und dann die Weiterbildung zur Ausbildnerin, seither unterrichtest du Kurse für Persönlichkeits- und Bewusstseinsentwicklung. – Hast du nie gedacht: «Jetzt bin ich zu alt für was Neues»?

Nein, das habe ich tatsächlich nie gedacht. Und das werde ich auch nie tun. Das Leben ist jede Sekunde neu, ob es nach aussen sichtbar ist oder nicht. Und das ist gerade das Spannende am Leben.

Wie gelingt es dir, deine Blickrichtung immer wieder neu zu ändern?

Ich habe einen Leitspruch, der mir weiterhilft: Es ist nie so, wie ich meine.

Lernen BesucherInnen in deinem Schnupperkurs schon etwas, das ihnen im Alltag hilft?

Ja, denn wir erarbeiten gemeinsam ein paar einfache Ideen, wie es uns gelingt, den Alltag und die Menschen um uns herum wieder mit neuen Augen zu sehen.

 

Schnuppertag

Kommen Sie doch am Samstag, 16. September 2017 an den Grossen Schnuppertag und besuchen Sie den Schnupperkurse bei Helen: «Lernen: Manchmal genügt ein Wechsel der Blickrichtung», 12:30-13:30 Uhr.

Kurs

Helen Vock unterrichtet im November den Kurs «Lernen – Entwicklung – Persönlichkeit». Der Kurs ist Teil der «Sozialwissenschaftlichen Grundlagen» der Praxis Fachthemen. Sie lernen, wie Sie sich in die Situation Ihrer PatientInnen und KlientInnen hineinversetzen und empathisch begleiten. Ziel ist es, dass Sie Ihre PatientInnen und KlientInnen zur Selbsthilfe anleiten und ihr Potenzial entwickeln und fördern lernen.