Tschüss, nach 96 Kräutern ist Schluss

Ebikon, 12. Juli 2019 – Baldrian war das erste, Pfefferminz das letzte: Nach 96 Beiträgen ist Schluss. Ulrikes «Kraut des Monats» ist im Juni zum letzten Mal erschienen, die Zentralschweiz am Sonntag wurde eingestellt. Schade, oder was sagt Ulrike dazu?

Ulrike von Blarer Zalokar hat monatlich ein Kraut des Monats veröffentlicht: 30 davon in Buch «Baldrian macht munter». Photo: Maya Jörg

«Baldrian macht munter» war das erste Kraut des Monats. Es erschien an einem Sonntag im Mai 2010, auf der Gesundheitsseite der Sonntagszeitung «Zentralschweiz am Sonntag». Neun Jahre später, im Juni 2019, dann «Mit Pfefferminz ist jeder ein Prinz».

Es ist das letzte Kraut des Monats, die Zentralschweiz am Sonntag wurde eingestellt.

Baldrian und Pfefferminz sind Teil einer Serie von 96 Kräutern. Monat für Monat hat Ulrike ein Kraut ausgelesen, eine Heilpflanze, und darüber geschrieben: Über die Geschichte, über die Wirkungen und Nebenwirkungen. Dazu oft ein Rezept und Tipps für den Heimgebrauch.

Nach dem Wochenende gab es regelmässig Anrufe. LeserInnen, die mehr wissen wollten und nachgefragt haben, wo man diese Kräuter beziehen könne. Besonders für Andorn, die Heilpflanze des Jahres 2018, interessierten sich viele. Und zum Glück gibt es in der Region noch Drogerien und Apotheken, die auch kleine Mengen dieser Heilkräuter bestellen. In Luzern, nein, keine Reklame aber ein Tipp, haben wir jeweils gerne die Drogerie Gehrig und die Hertenstein Drogerie empfohlen. Da gibt’s fast jedes Kraut.

Fünf Jahre dann nach dem ersten Beitrag, genau rechtzeitig zum 30-Jahre-Jubiläum der Heilpraktikerschule Luzern, hat Ulrike das Buch «Baldrian macht munter» veröffentlicht. Eine Sammlung von dreissig Pflanzenportraits, mit Illustrationen ergänzt.

Jetzt, nach 96 Beiträgen, ist tatsächlich Schluss: Die Zentralschweiz am Sonntag wurde eingestellt, die letzte Ausgabe ist am 30. Juni erschienen. Fast zehn Jahre «Kraut des Monats – ja, da haben wir ein paar Fragen an Ulrike.

Ulrike, nach 96 Beiträgen ist Schluss. Mit Baldrian hast du begonnen, mit Pfefferminze aufgehört. Zufall?

Ja, das ist tatsächlich Zufall. Es ist doch ein Glück, dass das erste und auch das letzte Kraut des Monats in unserer Kultur so vertraut ist. Pfefferminze war ein guter Glückstreffer, passte gerade perfekt in diese heissen Tage. Ein Kraut, das in unserer Region derart beliebt ist, darüber wollte ich unbedingt schreiben.

Und Lieblingskraut, hast du eines?

Weissdorn, den liebe ich speziell. Besonders als Tee, für den ich die Blüten, Blätter und Früchte verwende.

Pfefferminze hast du bei Hitze empfohlen. Gibt es noch andere Kräuter, auf die du im Sommer nicht verzichten möchtest?

Nochmal Weissdorn. Er unterstützt das Herz und die Verdauung, beides ist im Sommer extrem wichtig. Bei dieser Hitze leiden viele Menschen an Herzkreislauf-Störungen. Weissdorn und Pfefferminze als Tee gemischt, das ist mein liebstes Sommergetränk.

Dreissig Heilpflanzen hast du anlässlich der 30-Jahre-Feier vor vier Jahren in einem Buch veröffentlicht. Ist ein zweites Buch geplant?

Ach, das nächste Buch. Das ist eine Frage der Kraft. Im Hinterkopf habe ich das Buch, doch wann? Das steht noch in den Sternen. Im Moment freue ich mich darüber, dass ich 96 Kräuter beschreiben durfte, das sind wirklich viele.

Und das «Kraut des Monats», geht es wirklich nicht mehr weiter?

Nicht so wie bisher. Doch, das wisst ihr ja, Kräuter sind mir sehr wichtig. Und das bleiben sie, auch wenn ich nicht mehr monatlich dazu schreibe. Ein Kraut des Monats hat es sogar auf die Titelseite geschafft: Unsere aktuelle Ausbildungsbroschüre heisst Chili, das ist doch toll.
 

 

Ulrikes Buch «Baldrian macht Munter» ist in unserem Bücher-Shop erhältlich, alle «Kraut des Monats» finden Sie hier im Newsroom. Und ja, in diesen Ausbildungen lernen Sie die Kräuter kennen: Ausbildungen in Arznei-, Kräuter- und Phytotherapie.