Es fasziniert mich immer wieder, wie Brain Gym Leichtigkeit mit Wirksamkeit verbindet.

Luzern, 28. April 2011 – Dr. phil. Karin Friedrich über die Orte, an denen Lösungen sich verstecken, und wie man ein Brett vor dem Kopf los wird.

Karin, du sagst, Brain Gym sei faszinierend. Inwiefern?

Mit Brain Gym braucht es relativ wenig, und man erreicht ziemlich viel: Mit nur vier einfachen Kriterien im Hinterkopf kann man KlientInnen unterstützen, von einer Problemsichtweise hin zu einer Zielvorstellung zu gelangen. Oft hängen ja die KlientInnen in den Problemen fest und sehen nur Schwierigkeiten über Schwierigkeiten. Mit Brain Gym und etwas Gespür für das Muskeltesten kommen die KlientInnen relativ leicht zu ihren Zielvorstellungen, und zwar solchen, von denen sie begeistert sind. Gerade diese Leichtigkeit ist es, verbunden mit dieser Wirksamkeit, die mich immer wieder fasziniert.

Wobei hilft Brain Gym?

Naja, zum Beispiel bei allen Themen, die im Zusammenhang mit Stress stehen. Davon gibt es ja eine Menge, nicht nur in Beruf, Familie und Partnerschaft, auch schon bei Kindern, und da oft schon im Vorschulalter. Brain Gym hilft sozusagen vom Kindergarten bis zur Uni und darüber hinaus. Insbesondere Lernblockaden werden durch Brain Gym sehr gut aufgelöst, und auch bei Problemen am Arbeitsplatz oder sonstigem psychosozialen Stress ist Brain Gym wirksam. Und natürlich – last but not least – auch beim Weg zur Gesundung.

Auf welche verborgenen Fähigkeiten, die noch in meinen KlientInnen schlummern, bezieht sich der Ausschreibungstext?

Nun, es ist doch so: In uns selbst liegt die Lösung, und doch nutzen das die wenigsten. Wie wahr das ist, erlebe ich mit Kinesiologie, speziell mit Brain Gym, immer wieder. Auch die Ressourcen zur Lösung für ein bestimmtes Problem liegen in uns selbst. Dabei ist es egal, ob es ein gesundheitliches, ein stressbedingtes oder ein psychosoziales Problem ist. Ich kann mich auf den Weg machen, ein selbstgestecktes Ziel zu erreichen, und egal, wohin ich gehe, die Lösung liegt immer in mir selbst.

Entdecke ich in diesem Modul auch etwas über mich?

Ich will nicht zu viel versprechen, aber aus Erfahrung kann ich sagen: Höchstwahrscheinlich schon. Denn in diesem Kurs werden sämtliche Techniken, Balancen und Brain Gym-Abläufe nicht nur erklärt, sondern vor allem geübt. Mit diesen Abläufen kommt man rasch sehr gut zurecht, und so gelangen die TeilnehmerInnen oft ganz automatisch dazu, eigene Themen anzugehen und etwas über die eigenen Ressourcen herauszufinden. Es ist meistens eine besonders begeisterte Gruppe in Brain Gym.

Inwiefern ist Brain Gym für mich interessant, wenn ich schon eine andere Therapieform, z.B. Shiatsu, TCM oder Fussreflexzonen-Massage anbiete?

Da gibt es mehrere Aspekte: Der Brain Gym-Ablauf hilft, das therapeutische Gespräch am Anfang von Sitzungen zu strukturieren. Das fördert die Zielorientierung und damit die Compliance: Alles weitere wird wirksamer. Als «Stand-Alone-Methode» kann ich einfache Themen in einer einfachen 20-minütigen Sitzung abarbeiten, «Schul-Bauchweh» bei Kindern, zum Beispiel, oder Blockaden wie «Brett-vor-Kopf»-Themen. Sehr hilfreich ist es, dass die Brain Gym-Übungen leicht durchzuführen sind, und so lassen sie sich gut als «Hausaufgabe» mitgeben. Es ist schön zu erleben, wie wirkungsvoll das ist. Ich glaube, mit Brain Gym ergänzt man sein Therapie- und Übungsangebot auf eine sehr gute, einfache und effiziente Weise. Eine Weise, übrigens, die stark nachgefragt ist.

 

Karin Friedrich

Dr. phil. Karin Friedrich leitet zusammen mit Georg Weitzsch die Akademie für Kinesiologie und Heilkunde in Achberg/ Deutschland. Karin Friedrich ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, AP-Master-Instructor und verfügt über sechs weitere Lehrberechtigungen für Kinesiologie. Ihren NLP-Master verbindet sie mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Psychotherapie. Seit über 20 Jahren bildet sie KinesiologInnen aus. Ihre Doktorarbeit im Fach Ethnologie hat sie über Übergangsrituale in westlichen Kulturen geschrieben und legte damit den Grundstein für wissenschaftliche Modelle zur Beschreibung der Heilkunde. An der Heilpraktikerschule Luzern ist sie zusammen mit Georg Weitzsch verantwortlich für das Ressort Kinesiologie. Ausserdem ist sie Prüfungsexpertin.