Schmerztherapie: einfache Übungen, nachhaltiger Erfolg

Luzern, 15. März 2012 – Schmerzen am Bewegungsapparat werden oft als unspezifisch qualifiziert. Der Bewegungsphysiologe Thomas Gisler macht aus diesen unspezifischen Schmerzen sehr spezifische: Dank seiner Methode STT® gelangen seine Klienten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu Schmerzfreiheit – und das auf erstaunlich einfachem Weg. STT® kann jetzt in einer Ausbildung erlernt werden.

Zu Thomas Gisler kommt manch ein Spitzensportler, wenn immer wieder dieselben Probleme mit einem Muskel oder Gelenk auftreten. Auch Personen erhalten bei Gisler Hilfe, die ihren Weg durch die Arztpraxen und die Physio-, durch Akupunktur- und andere Therapien oft schon gemacht haben, meist ohne grossen Erfolg: Immer noch schmerzt der Rücken, immer noch sind die Gründe unbekannt. Dasselbe gilt für Nacken-Schulter-Schmerzen und für die meisten der als unspezifisch bezeichneten Schmerzen am Bewegungsapparat.

Die Ausschreibung und die Online-Anmeldung finden Sie auf unserer Webseite.

Gislers STT® beruht auf einer klaren Analyse und Diagnose. Ein Röntgenbild interessiert ihn zwar. «Aber diagnostisch gefragt ist gerade das, was man auf einem Röntgenbild eben nicht sieht», so Gisler.

Kleine Ursache, grosse Wirkung

Um zum Beispiel unspezifische Rückenschmerzen zu behandeln, muss Gisler genau wissen, woher die Schmerzen kommen, und so untersucht er alle Muskeln und Gelenke von den Schultern bis zu den Knien. Das ist aufwändig. Allein die Muskeln untersucht er auf Längen, Tonus, Kontraktionsqualität, Druckdolenz und noch mehr. So kommen rasch 100 bis 200 Informationen zusammen.

Doch das Resultat ist Klarheit, und Gisler weiss jetzt um die Defizite in der funktionellen Kapazität und um die pathophysiologischen Veränderungen. Und vor allem weiss er, was für Konsequenzen sie für die Bewegungssysteme haben. Nur schon ein verkürzter Muskel verursacht oft ganze Kaskaden von Veränderungen im Körper.

So hat auf den ersten Blick ein verkürzter Oberschenkelmuskel kaum etwas mit Rückenschmerzen zu tun. Es gehe aber darum, so Gisler, «pathophysiologisch zu denken.» Und das bedeutet zu fragen: Wie wirkt sich der verkürzte Quadriceps auf die Rückenmuskulatur aus? Und da wird klar, was direkt am Klienten überprüfbar ist: Der verkürzte Quadriceps kippt unter anderem das Becken nach vorne, und das verstärkt die Lendenlordose – mit den damit verbundenen Fehlbelastungen von Muskeln und Gelenken. Das ist alles andere als unspezifisch.

Den Domino-Effekt umkehren

Was nun? Es brauche, so Gisler, die richtigen Übungen, denn der Muskel müsse ja – in diesem Fall – wieder länger werden. Und das geht nur dadurch, dass der Muskel strukturell und funktionell in seinen Idealnormbereich zurückgeführt wird. Erst dann fügt er sich wieder harmonisch ins Gesamtbild.

Jede Pathologie verlangt bestimmte STT®- Übungen. Gleichzeitig gilt es, diese Übungen dem jeweiligen Klienten anzupassen: sie an den «Status» des Klienten zu «adaptieren». Und sobald ein Teilziel erreicht ist, z.B. das Becken nicht mehr nach vorne kippt, wird die nächste Übung adaptiert. Daher der Name: Statusadaptierte Trainings-Therapie STT®.

Stellt sich die Frage: Machen die Klienten die STT®-Übungen tatsächlich? «Ja», sagt Gisler, und er sieht zwei Gründe dafür: Die STT®- Übungen sind erstens ganz leicht auszuführen. Und sie sind zweitens ganz einfach in den Alltag zu integrieren. «STT® hilft in den allermeisten Fällen», sagt Gisler, «sogar Rückfälle sind extrem selten.»