Vierzehn Heilpraktiker ausgezeichnet

Luzern, 8. Dezember 2012 ­— An der Heilpraktikerschule Luzern sind die Diplome übergeben worden: Vierzehn Heilpraktiker vertieften in einer oder sogar mehreren Diplomarbeiten ihr Fachwissen. So waren es achtzehn Diplome, die Ulrike und Peter von Blarer Zalokar überreichen durften.

Traditionsgemäss fand die Diplomfeier am 8. Dezember statt. An dieser Feier im grossen Saal der Heilpraktikerschule Luzern übergaben Ulrike und Peter von Blarer Zalokar, die Inhaber der Heilpraktikerschule Luzern, siebzehn Diplome an vierzehn Heilpraktiker. Bis auf vier konnten alle an der Feier teilnehmen. Die meisten brachten ihre Familien mit.

Peter von Blarer lobte in seiner Rede die Diplomierten: «Ihr alle habt mit euren Diplomarbeiten gezeigt, dass ihr nicht nur genau arbeitet, sondern auch mit unglaublich viel Herzblut.»

Diplomiert wurden:

Therese Amstutz, Shiatsu, Thalwil

Daniela Baumann, Shiatsu, Meggen

Corinne Bregy, Shiatsu, Sempach

Giovanna Brogna Cordasco, TCM, TEN und Shiatsu, Sempach

Philipp Bründler, TCM und Shiatsu, Ebikon

Susi Bucher, Berufsmasseurin, Rothenburg

Tiziana Cloetta, Shiatsu, Baar

Thomas Feer, Med. QiGong, Stans

Elke Locher, Fussreflexzonen, Villmergen

Ljubica Popovic, Kinesiologie, Zollikerberg

Priska Schwegler-Häfliger, TCM und Shiatsu, Willisau

Astrid Stalder, Shiatsu, Horw

Jacqueline Ulrich-Baggenstos, Shiatsu, Affoltern am Albis

Tanja Zöllner, Shiatsu, Kestenholz

Fast alle Diplomierten führen bereits ihre eigene Praxis.

Thomas Feer, Med. QiGong

«Ich hatte ja keinen Beruf. 2005 habe ich in Stans die Matura gemacht, aber Lust auf theoretische Physik oder Jus oder gar ein Medizinstudium hatte ich gar nicht. Mein Hobby war die Kampfkunst, und ich glaube, genau über diese Kampfkunst hat sich bei mir eine Faszination für die alte asiatische Kultur entwickelt. In Asien sagt man ja, dass die Medizin und die Kampfkünste zusammen gehören. So betrachtet ist es naheliegend, dass ich zur TCM gelangt bin. Bedenken hatte ich natürlich schon, ob dieses Studium als Erstausbildung taugt und ob ich nicht zu jung wäre. Diese Bedenken haben sich definitiv gelegt. Meine Praxis führe ich in Stans, in Zusammenarbeit mit der Arztpraxis frau im zentrum, aber es kommen auch Männer, oft auch Kinder. Ausserdem führen mein Bruder und ich die Kushido-Schule in Stansstad. TCM und Kampfkunst, das geht für mich also immer noch sehr gut zusammen.»

Thomas Feer, Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe, Thomas Feer, TCM & Shiatsu, Bahnhofstr. 2, 6370 Stans, www.frau-im-zentrum.ch, t.feer(at)bluewin.ch, 079 467 31 33, www.kushido.ch

Giovanna Brogna Cordasco

TCM-, TEN- und Shiatsu-Therapeutin Giovanna Brogna Cordasco: «Mein Wunsch, dieses Studium zu machen, wurde durch den Tod meines Vaters ausgelöst. Ich wollte den Menschen künftig unterstützend oder lindernd zur Seite stehen können. Das Studium war anstrengend, zeitweise sogar sehr ermüdend, und ich und auch mein Mann mussten auf vieles verzichten. Es wäre mir jedoch nie in den Sinn gekommen aufzugeben. Ich hatte immer den Abschluss der Ausbildung als Ziel. Und es hat sich gelohnt, in meiner Praxis habe ich schon sehr gut zu tun, und als Sachbearbeiterin arbeite ich nur noch stundenweise. Ich bin fasziniert davon, dass man mit diesen Methoden den Menschen als Ganzes behandelt. Alles – auch Klima, Arbeit, Beziehungen – kann uns aus dem Gleichgewicht werfen, aber die Naturheilpraktik und die TCM können uns wieder zurück in Harmonie bringen. Darin liegt auch die grosse Chance, nämlich dass wir die Wurzel des Übels angehen können. Mein Mann und ich haben jetzt auch ein neues Projekt, es befindet sich schon im Bau, eine Erholungsoase für Ferien, kombiniert mit meiner TCM- und TEN-Praxis. Dazu gutes Essen, zubereitet von meinem Ehemann. Nächstes Jahr wandern wir dorthin aus, nach Italien.»

Giovanna Brogna Cordasco, Naturheilpraxis TCM & Shiatsu, Akupunktur, Shiatsu, Dorn Breuss, Phytotherapie, Diätetik, Fussreflexzonen-Massage, Büelhalde 5a, 6204 Sempach Stadt, jovi.b(at)bluewin.ch, 079 708 26 92

Jacqueline Ulrich, Shiatsu

«Ursprünglich wollte ich einfach etwas über das Meridiansystem und die Chinesische Medizin erfahren. So kam dann ein Kurs nach dem anderen, bis ich Shiatsu kennenlernte. Es ist schon beeindruckend, wie durch eine manuelle Therapie auch emotionale und seelische Zustände ausgeglichen werden können. Und weil ich gerne mit Menschen arbeite, war mir klar, dass ich diese Ausbildung machen wollte. Meinen Beruf als Hochbauzeichnerin hatte ich vor 16 Jahren aufgegeben, als ich den 100%-Job als Mutter und Hausfrau übernommen hatte, und mittlerweile haben wir drei Kinder. Es lag also auf der Hand, dass ich mir etwas mehr Zeit für meine Ausbildung nehmen musste. Vor acht Jahren war es für mich noch ein Traum, und jetzt, zwar langsam, aber stetig, habe ich ihn mir erfüllt: Seit einem Jahr führe ich meine eigene Praxis für Shiatsu. Dazu habe ich einen schönen Raum mieten können, in dem ich sehr flexibel arbeiten kann, auch abends. Früher, im alten Gemeindehaus, war dieser Raum das Trauzimmer, und er hat tatsächlich eine sehr positive Energie. Diese Ausbildung hat mein Leben um so vieles bereichert, und ich bin dankbar, wenn ich anderen Menschen etwas davon weiter geben kann.»

Shiatsu Therapie, Jacqueline Ulrich, Zürichstrasse 96, 8910 Affoltern am Albis, jac.ulrich(at)bluewin.ch, 079 275 36 92

Susi Bucher, Berufsmasseurin

«Die Anatomie des menschlichen Körpers hat mich schon immer interessiert. Je mehr ich mich damit befasst habe, umso stärker wurde mein Wunsch, meine praktischen Kenntnisse zu vertiefen und mit ihnen zu arbeiten, und so habe ich mich zu diesem Studium entschlossen. Ich bin gelernte Sportartikelverkäuferin, und nach der Heirat und der Geburt meiner Kinder habe ich diese Tätigkeit teilzeit weiter geführt. Jetzt arbeite ich, auch wieder teilzeit, als Masseurin im Therapiezentrum s’Blaue Huus in Emmenbrücke, und zu Hause massiere ich durchschnittlich fünf Stammkunden pro Woche. Ich behandle und berate sehr gerne, ja, es fasziniert mich, dass ich etwas bewirken und dass ich helfen kann. Für die Diplomarbeit habe ich zusammen mit meiner Familie ein klares Zeitfenster aufgestellt, und ich habe eine schöne Diplomarbeit geschafft, dank Disziplin und Wille, das braucht es halt manchmal, den Ausgleich habe ich ja auch: Seit Jahren bin ich als DJ tätig.»

Susibu Massage, Susi Bucher, Fläckehof 80, 6023 Rothenburg, www.susibu.ch, www.sblauehuus.ch, susibu(at)bluemail.ch, 079 539 18 91

Philipp Bründler, TCM und Shiatsu

«Das TCM-Studium habe ich zusammen mit meiner Partnerin begonnen. Wir wollten mit unserer Zeit etwas Sinnvolles und Interessantes anfangen, und diese Ausbildung war genau das Richtige, sie hat unser Leben komplett verändert. Seit 2009 behandle ich Patienten in meiner Praxis, da hatte ich schon Akupunktur, Diätetik West-TCM und Shiatsu abgeschlossen, ein Jahr später Phyto West-TCM. Es ist unglaublich spannend, was für Erkenntnisse die TCM einem bereitet. Dass es mir auch Spass macht, mich mit dieser höchst interessanten Materie auseinanderzusetzen und weiter zu lernen, versteht sich von selbst, und so habe ich auch noch eine TCM-Diplomarbeit geschrieben. Als ich sie noch einmal durchblätterte, bevor ich sie abgab, da ist mir so richtig bewusst geworden, wie sehr ich mich in den letzten Jahren als Mensch und als Therapeut weiterentwickelt habe. Das habe ich zu einem grossen Teil meinen tollen Lehrern und meiner wunderbaren Partnerin zu verdanken. Durchhaltewillen habe ich manchmal schon gebraucht. Neben der Ausbildung habe ich ja noch gearbeitet, ich bin Logistikfachmann, das war zwar interessant und abwechslungsreich, hat jedoch viel Zeit in Anspruch genommen. Zum Ausgleich treffe ich mich mit Freunden, wenn es die Zeit erlaubt, und dann verhauen wir uns, wir sind ja Kampfsportler.»

Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin und Shiatsu, Philipp Bründler, Mooostrasse 2, 6003 Luzern, philipp.bruendler(at)bluewin.ch, 079 296 55 52

Elke Locher, Fussreflexzonen

«Ich bin Krankenschwester, und mich hat genau dieser Beruf zur Fussreflexzonentherapie gebracht. Es ist nämlich auffällig, wie viele Patienten an chronischen Beschwerden leiden, Schmerzen zum Beispiel oder Verstopfung, an Funktionsstörungen und einem geschwächten Immunsystem. Dass die Medizin diese Patienten oft nicht ausreichend unterstützen kann, hat mich sehr beschäftigt, und als ich einmal mit einer Kollegin darüber sprach, hat sie mich auf alternative Heilmethoden aufmerksam gemacht. In der Fussreflexzonentherapie fand ich ein passendes Angebot. Ich finde es spannend, was Füsse alles über die Personen aussagen. Alle ihre Eigenschaften, auch ihre Leiden, spiegeln sich in den Füssen. Meine Praxis liegt im Alters- und Pflegezentrum Bifang, ich habe sie soeben mit einem Tag der offenen Tür eröffnet. Diese Lage ist sehr zentral, da kommen auch sehr viele Leute von ausserhalb des Zentrums. Seit kurzem habe ich auch die EMR-Anerkennung, sodass nun viele Klienten die Kosten grösstenteils über ihre Kassen zurückerhalten. Ich arbeite montags, mittwochs und freitags. Dienstags habe ich die Praxis an eine Podologin vermietet, da arbeite ich in meinem alten Beruf. Ich hoffe, dass ich mit meiner Arbeit vielen Menschen helfen kann.»

Pedisana Praxis, Elke Locher, Bifangstrasse 8a, 5610 Wohlen, Tel: 076 321 10 38

Astrid Stalder, Shiatsu

«Als meine drei Kinder schliesslich alle zur Schule gingen, wollte ich mich einfach mit einem Kurs persönlich etwas weiter entwickeln. Mich fasziniert ganz klar die ganzheitliche Lebensweise, ob im Gesundheitswesen oder im Umgang mit den Mitmenschen und auch mit mir selber. Dann hat es mir den sprichwörtlichen Ärmel reingezogen und schwups war ich in der Shiatsu-Ausbildung. Plötzlich waren es dann beide Ärmel, und so mache ich nun die ganze TCM-Ausbildung, 2013 werde ich abschliessen. Das modulare System der Heilpraktikerschule Luzern hat es mir erleichtert, das Studium mit Familie und Hobbys unter einen Hut zu bringen. Ich mache ja auch viel Freiwilligenarbeit, unter anderem beim Jugendchor Nha Fala in Horw und im OK des Horwer Samichlaus. Das Studium strengt zwar an, aber es ist schön zu sehen, dass auch mit 40 plus noch vieles möglich ist.»

Gesundheits Werkstatt, Praxis für Shiatsu und östliche Medizin, Astrid Stadler, Stirnrütistrasse 40, 6048 Horw, www.gesundheits-werkstatt.ch, gesundheits-werkstatt(at)bluewin.ch, 041 342 04 23

Tiziana Cloetta, Shiatsu

«Ich bin Betriebsökonomin und habe über zehn Jahre in der Geschäftsleitung den Finanz- und Personalbereich geführt. Dann, das war 2008, wollte ich meinen Horizont einmal etwas ausserhalb des Finanzbereiches erweitern, und so habe ich das Shiatsu-Basismodul gebucht. Schon nach der ersten Unterrichtsstunde war mir klar, dass mich diese Therapieform nicht so schnell wieder loslässt. Ich finde es wichtig, regelmässig in sich hineinzuhören und die seelischen wie körperlichen Bedürfnisse wahrzunehmen. Das Stichwort heisst Entschleunigung: Heute rasen wir geradezu durch unseren Alltag, sogar durch die Ferien. Um sich aber zu regenerieren und aufzutanken, dazu brauchen wir Ruhe und Selbst-Bewusstheit. Mit Shiatsu kann diese Ruheinsel sehr gut unterstützt und wahrgenommen werden, und das ist es, was mir an Shiatsu auch so gut gefällt. Aber gleich eine ganze Ausbildung machen? Diese Frage löste in mir einen langen Prozess voller Hürden und Zweifel aus. Schliesslich hatte ich einen guten Job, ich konnte darin sehr viel bewegen und ich hatte dort sehr viel aufgebaut. So wollte ich nur einzelne Module buchen, einfach so für mich. Doch mit der Zeit merkte ich immer stärker, dass ich mich in dieser Welt sehr wohl fühlte. Mein Bedürfnis wurde immer stärker, mich noch intensiver mit der Thematik auseinander zu setzen. Ja, und Ende 2011 habe ich mich entschieden, ganz in den Beruf als Shiatsu Therapeutin zu wechseln – diese Entscheidung fiel also erst im letzten Ausbildungsjahr.»

Shiatsu Cloetta, Tiziana Cloetta, Praxis Lindenpark, Lindenstrasse 10, 6340 Baar, www.shiatsu-cloetta.ch, info(at)shiatsu-cloetta.ch, 041 763 11 11

Corinne Bregy, Shiatsu

«Gelernt habe ich Pharma-Assistentin, mein Interesse an der Medizin war schon immer gross. Doch weil ich neugierig bin und gerne Verschiedenes ausprobiere, bin ich vor Jahren ins Büro gewechselt. Momentan übe ich ein 20%-Pensum bei einer Versicherungsgesellschaft aus. Mein Hauptberuf spielt sich momentan in der Familie ab, wir haben zwei Mädels, sie sind sieben und zehn Jahre alt. Zum Glück haben wir ein Haus mit genügend Platz, und da habe ich auch meinen Praxisraum eingerichtet, schon während der Ausbildung, damit ich gut üben kann. Mich haben mehrere Methoden der Alternativmedizin interessiert, aber ich wusste von Anfang an, dass es eine Therapieform sein sollte, die ich mit meinen Händen ausüben kann. So stiess ich auf Shiatsu und wusste schnell – das ist es! Ich war sehr optimistisch, dass ich alles unter einen Hut kriege, Familie, Ausbildung und Beruf. Mit dem Studienplan habe ich mich vorgängig intensiv auseinandergesetzt, und ich habe meine Belastungsgrenzen genau definiert. Ehrlich gesagt habe ich es trotzdem unterschätzt, auf dem Papier sah es nach weniger aus, als es sich danach anfühlte. Ich habe die Ausbildung auf vier Jahre verteilt, in drei Jahren wäre es mir definitiv zu streng geworden. Meine Familie musste sehr flexibel sein, und auch die Kinderbetreuung musste genau durchdacht werden. Es war manchmal ziemlich intensiv, von einem Bereich in den anderen zu schlüpfen, von der Familie zur Schule, von dort ins Geschäft. Für mich hat es sich aber auf alle Fälle gelohnt, ich hatte ja diese Ausbildung zur Shiatsu-Therapeutin eigentlich als eine persönliche Weiterentwicklung betrachtet. Und jetzt merke ich immer mehr, wie bereichernd es für mich ist, mit diesem Wissen anderen Menschen etwas Gutes zu tun.»

Kontakt: Shiatsu Corinne Bregy, Corinne Bregy, Büelhalde 20, Sempach, www.shiatsu-sempach.ch, info(at)shiatsu-sempach.ch, 041 280 85 37

Priska Schwegler, TCM und Shiatsu

«Ich kam aus dem kaufmännischen Bereich und war die letzten Jahre als Customer Service Managerin tätig. Seit ich meine Praxis habe, arbeite ich aber dort, und zwar teilzeit, denn das ist ja gerade das Schöne, da kann ich die Bedürfnisse meiner Familie einplanen. Ich habe drei Kinder, und sie sind alle in der Zeit meiner TCM-Ausbildung geboren, und so ging es oft drunter und drüber. Manchmal war es schon sehr anstrengend, Familie und Ausbildung zu koordinieren. Da war das modulare System der Heilpraktikerschule sehr hilfreich, ich würde sogar sagen, nur deswegen konnte ich diese Ausbildung überhaupt abschliessen. Ich bin sehr froh darüber.»

Schwegler Praxis für Naturmedizin GmbH, Priska Schwegler, Wydenmatthüsli, 6130 Willisau

https://www.heilpraktikerschule.ch/newsroom/news-detail/news/2012/12/08/vierzehn-heilpraktiker-ausgezeichnet