Edle Blüte, heilende Wurzel

Über dreissig Arten von Pfingstrosen gibt es: In Parks, Gärten und auf Balkons werden wir der Schönheit ihrer Blüten gewahr. Geht es um Heilkraft, nutzen wir jedoch die Wurzeln. 

Schön anzusehen und mit allerlei Heilkräften ausgestattet: die Pfingstrose. Photo: Origami from lt, Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Einer Landschaft im heutigen Mazedonien soll die Pfingstrose entstammen, Päonien genannt, und das soll zu ihrem Gattungsnamen geführt haben: Paeonia. Ausgebreitet hat sie sich schliesslich in die Gebirge des europäischen Südens, von Ungarn über Albanien bis nach Portugal. Es sind dann die Benediktiner gewesen, die Paeonia über die Alpen ins mittlere Europa gebracht haben, als sogenannte Benediktinerrose in ihre Klostergärten und Apotheken. Hier in der Schweiz finden wir sie in Höhen von etwa 600 bis 1700 Metern frei wachsend, auf Böden, die nährstoffreich sind, gerne kalkhaltig und nicht allzu trocken. Eine andere Erklärung für den Namen bietet die griechische Mythologie: Ihr zufolge hat Paian, sozusagen der Arzt der Götter, mit Hilfe der Pfingstrose den Hades geheilt; Paeonia nimmt Bezug auf den Namen des Götterarztes, und «officinalis» zeigt an, dass die gemeine Pfingstrose als Heilpflanze verwendet wird.

Lesen Sie den Artikel in der Zentralschweiz am Sonntag:
Kraut des Monats: Pfingstrose

Zentralschweiz am Sonntag, 25. Mai 2014, Seite 43