Die vielen schönen Momente

Ebikon, 29. Oktober 2015 – Heuer feiert die Heilpraktikerschule Luzern das 30-Jahre-Jubiläum. Das ist Anlass für ein paar Fragen an die Gründerin der Schule, Ulrike von Blarer Zalokar. Wir lernen dabei ein schönes österreichisches Wort für «Enkel».

Ulrike von Blarer Zalokar, Gründerin der Heilpraktikerschule Luzern, lädt am 30. Oktober 2015 zur 30-Jahre-Feier.

Ulrike, wie bist du auf die Idee gekommen, eine Schule zu gründen?

Weil viele Menschen über Naturheilkunde mehr wissen und lernen wollten. Ausserdem unterrichte ich gerne – dies seit meinem 16. Lebensjahr: turnen, tanzen, singen, auch Ski fahren.

Was hast du bei der Gründung unterrichtet?

1985 begann ich mit klassischer Massage, Fussreflexzonen-Massage, Pränatalarbeit am Fuss und Shiatsu. Massage war sehr bekannt, Fussreflex und Pränatal eher weniger, und von Shiatsu hatte noch kaum jemand etwas gehört. Sobald die Leute jedoch ein Shiatsu einmal selber erlebt hatten, waren sie begeistert.

Therapien wie Akupunktur und Phytotherapie sind heute völlig normal. Wie war das damals?

Im Kanton Luzern durften zum Zeitpunkt der Schuleröffnung Kranke von uns Naturheilpraktikern gar nicht behandelt werden. Mit Akupunktur und Kräutern schon gar nicht. Akupunktur ist ja eine invasive Methode, da besteht die Gefahr, dass man die Patienten verletzt. Solche Behandlungen waren also verboten. Deshalb habe ich die Gesetzestexte auf das Genaueste studiert und nach schwammigen Formulierungen gesucht, damit ich mit dem Gesetz nicht in Schwierigkeiten komme. Erst, als dann die kantonale Erlaubnis kam, habe ich Akupunktur gelehrt. Das muss um 1993 gewesen sein, ungefähr.

Es gibt sicher viele, doch welches ist für dich der schönste Moment in den 30 Jahren Heilpraktikerschule Luzern?

Ich lebe von den vielen schönen Momenten meines Lebens, die ja täglich irgendwie und irgendwo stattfinden – kleine wie auch grosse. Daher finde ich die Frage nach dem schönsten oder grössten oder besten müssig. Da bin ich gerade dran, meinen Enkerln andere innere Werte und Haltungen zu lehren. Wir brauchen keine Ranglisten der Erlebnisse. Vielmehr sollten wir uns auf das, was wir erleben, richtig einlassen.

Danke, Ulrike!

 

Ulrike von Blarer Zalokar hat 1985 die Heilpraktikerschule Luzern gegründet, damals noch als Shiatsu-Schule in ihrem Haus in Adligenswil. Heute ist die Heilpraktikerschule Luzern ein richtiges Familienunternehmen: Ulrikes Sohn Hein Zalokar ist seit über zehn Jahren Mitglied der Schulleitung. Ehemann Peter von Blarer, ebenfalls TCM- und Shiatsu-Therapeut wie Ulrike, ist seit über 20 Jahren Mitglied der Schulleitung. Am Freitag, 30. Oktober 2015, sind alle, die mögen, herzlich zur 30-Jahre-Feier ins das neue Schulgebäude in Ebikon eingeladen. Punkt 19 Uhr eröffnen die «Näbelhüüler» das Fest.