«Wir arbeiten ja sehr praktisch»

Ebikon, 25. April 2016 – Die Heilpraktikerschule Luzern ist jetzt seit einem Jahr in ihrer eigens gebauten Schule in Ebikon. Peter von Blarer im Interview über den Hitzesommer 2015, die Werkbank im ersten Stock und über «Wetter, Wut und Weizen».

Bauherr, Handwerker, Schulleiter, Shiatsu- und TCM-Therapeut: Peter von Blarer von der Heilpraktikerschule Luzern.

Peter, wie sind deine Erfahrungen mit dem neuen Schulgebäude?

Ich habe fast ausschliesslich beste Rückmeldungen: sehr schönes Haus, wohlige Atmosphäre, grosszügige Räume, die Strasse spürt man überhaupt nicht. Wir haben auch ganz tolle Schallschutzfenster. Sie zu schliessen braucht leider relativ viel Kraft.

Und endlich eine gute Lüftung?

Ja, das haben wir letzten Sommer gemerkt, die Erdsonden haben uns mit ihrer Kühle wunderbar durch diese Hitze 2015 gebracht. Wir hatten nie mehr als 27° C im Haus und das völlig ohne Klimaanlage, zumindest ohne Klimaanlange, wie man sie sich so vorstellt.

Wie dann?

Das heisst Freecooling: Die Hitze wird gesammelt und in die Erdsonden geleitet, dort gekühlt und kommt wieder hoch. Das funktioniert super.

Die Lobby kommt sicher auch gut an?

Ja, auch da gibt es nur beste Rückmeldungen. Die Lobby, der Aufenthaltsraum, ist ja auch ein richtig schöner Begegnungsort. Die StudentInnenküche ist mit allem ausgestattet. Der Kaffee schmeckt herrlich. Und es hat noch niemand gesagt, zwei Franken seien zu teuer.

Gibt es noch Schwierigkeiten oder warum steht im ersten Stock eine Werkbank?

Die Werkbank ist doch einfach ein schönes Möbelstück. Mich erinnert es daran, dass wir HeilPRAKTIKER sind und liebend gerne praktizieren: Kräutermischungen aushecken und zusammenstellen, mit Kopf und den Händen, Massagen geben, auch hier die Hände, im Shiatsu kommen noch Ellbogen und Knie dazu, da wird richtig gearbeitet und im TuiNa erst, und Akupunkturnadeln sorgfältig stechen, auch mit den Händen, und und und. Wir arbeiten schon sehr praktisch.

Im neuen Gebäude habt ihr bereits gefeiert: Einweihung, 30-Jahre-Jubiläum, Diplomfeier, DozentInnenfest. Welches ist die nächste Feier?

Am Samstag, 28. Mai haben wir den Grossen Schnuppertag. Das ist zwar nicht eigentlich eine Feier, aber wir erwarten sehr viele Leute. Und wenn da jemand seinen Traumberuf findet, ist das ja zumindest im übertragenen Sinn eine Feier.

An diesem Grossen Schnuppertag hältst du selber ein Kurz-Referat: «TCM: Machen Wetter, Wut und Weizen krank?»

Es geht um die Frage, warum wir überhaupt krank werden. In der TCM gibt es die sogenannten Krankheitsursachen: «Innere», «Äussere» und «Andere». Das ist ein sehr schönes Konzept, und es hilft in der Praxis und im Alltag echt weiter. Darüber werde ich in meinem Kurz-Referat berichten. Als ich das erste Mal davon hörte, war das wie eine Offenbarung. Naja, das vielleicht grad nicht, aber es hat mir schon geholfen und hilft mir heute noch.

Danke, Peter, für das Gespräch!

 

Peter von Blarer

Mitglied der Schulleitung der Heilpraktikerschule Luzern und Miteigentümer: aus Zürich, seit 1992 glücklich in Luzern, ursprünglich Elektroniker, dann Shiatsu, Akupunktur, Chinesische Arzneimittel, Ernährung nach den 5 Elementen, Westliche Kräuter nach TCM. Und immer viel berufpolitisches Engagement. Und während der letzten zwei, drei Jahre natürlich und tatsächlich auch Bauherr und Bauhandwerker. Zwischendurch www.therapeutika.ch auf den neusten Stand bringen.