Vorsicht bei Heuschnupfen: Aus Pollenallergie kann Sojaallergie werden

Soja ist momentan in aller Munde: Pflanzliche Wurst für Vegetarier, Sojadrink bei Wechseljahresbeschwerden, Proteinshakes mit Soja zur Gewichtsreduktion und für Sportler. Sojasosse und Tofu sind aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken und Zusatzstoffe aus Soja nicht aus der Nahrungsmittelindustrie. Zur veganen Ernährung wird täglicher Verzehr von Soja- und Sojaprodukten empfohlen. In der medizinischen Praxis wird dabei häufig übersehen, dass Birkenpollenallergiker ein hohes Risiko haben, eine pollenassoziierte Sojaallergie zu entwickeln.

Es gibt keine sichere Schwellendosis für Soja bei Birkenpollenallergie. Dies ist die Einschätzung des deutschen Instituts für Risikobewertung (BfR). Es empfiehlt, alle Pollenallergiker, insbesondere bei Allergie auf Birkenpollen, auf mögliche Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln hinzuweisen. Rund 90 % der Birkenpollenallergiker leiden unter diesen Folgen. Neben Soja sind Allergien auf Äpfel, Erdbeeren, Kiwi, Nüsse, Sellerie, Fenchel und Pfefferminze häufig. Die Reaktion kann von Mundjucken, Urtikaria oder Übelkeit bis zum anaphylaktischen Schock reichen. Sie kann bereits beim 1. Kontakt auftreten. In Europa leiden rund 16 % der Bevölkerung an Pollenallergien. 10 bis 20 % davon entwickeln eine Sojaallergie. Das sind zwei bis drei Prozent der Bevölkerung.


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Vorsicht bei Heuschnupfen: Aus Pollenallergie kann Sojaallergie werden

Ruth Rieckmann, TCM-Fachmagazin Yin Yang, Dezember 2016, Seite 49