Das Ei

Ebikon, 13. April 2022 – Super: Es ist Yin-tonisierend und blutbildend. Eine kleine Recherche zum Hühnerei, bitte sehr. Und: Frohe Ostern euch allen.

Eier machen auch Spass: Färben mit Kurkuma und Kamillenblüten, Brennnesseln, Rote Beete und Zwiebelschalen. Bild: Pixabay

Ostern steht vor der Tür. Und damit auch das Eierfärben. Mit natürlich gefärbten Eiern macht das «Tütschen» ja gleich doppelt Spass. –– Und der Genuss dazu, doch:

Wie gesund sind Hühnereier eigentlich? Was sagt die Traditionelle Chinesische Medizin dazu? Wie bleiben wir in Balance bezüglich Ernährung über die Ostertage?

Vitamine, Spurenelemente

Das Wichtigste vorweg: Eier haben viele wertvolle Nährstoffe und sind, im Mass gegessen, sehr gesund. Eier liefern hochwertige Proteine. Besonders gut: Unser Körper nimmt diese Proteine beinahe zu 100 Prozent auf und verwertet sie. –– Das Erhitzen von Eiern begünstigt diesen Verwertungs-Prozess noch. Allerdings sollte das Ei nicht zu lange kochen, nicht länger als 10 Minuten. Ansonsten bildet sich ein bläulicher Rand am Dotter, und zwar, weil sich das im Eigelb enthaltene Eisen mit dem Schwefelwasserstoff im Eiweiss zu Eisensulfid verbindet. Das ist zwar bedenkenlos essbar, sieht jedoch nicht so hübsch aus.

Die meisten Nährstoffe sind im Eigelb, das im Übrigen auch über mehr Eiweisse verfügt als das eigentliche Eiweiss im Ei. Zudem wertvoll: Vitamin A, D und E, dazu verschiedene B-Vitamine und Spurenelemente wie Zink, Eisen und Selen.

Die TCM sagt: feucht, kräftig, nährend

Aus Sicht der TCM wirken Hühnereier Yin tonisierend. Das heisst, sie stärken Yin, bauen unsere Säfte auf und gleichen überschüssiges Yang aus. Ebenfalls unterstützen sie die Blutbildung. Dem Ei werden befeuchtende, kräftigende und nährende Eigenschaften zugeschrieben, es ist daher besonders hilfreich zur Regeneration, zum Beispiel nach einer Krankheit oder Geburt. Aufgepasst: Ein übermässiger Genuss kann zu Qi-Blockaden führen. Dies äussert sich beispielsweise als Verstopfung.

Wie viele Eier sind gesund? Da gibt es zahlreiche Theorien und Empfehlungen. Unsere TCM-Therapeutin und -Dozentin Silvia Schmid sagt: «Für mich sind vielmehr Haltung der Tiere und Qualität der Eier entscheidend. Ich achte mich auf Labels wie Bio und Demeter, da weiss ich, dass das Huhn auf der grünen Wiese scharrt und pickt. Und das gibt einfach super Eier. – Mal sind das drei bis vier pro Woche. Über Ostern sind auch zwei Eier pro Tag problemlos.»  

Cholesterinspiegel

Ja, lange Zeit war das Ei in Verruf, Herzinfarkt und Arteriosklerose zu begünstigen. Dies, weil Eier einen relativ hohen Fett- und Cholesteringehalt haben. Bereits ein Ei pro Tag deckt den Bedarf eines Erwachsenen an Cholesterin. Wenn der Cholesterinspiegel steigt, kann sich das schädlich auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Aktuelle Studien berichten jedoch, dass der Einfluss auf Blutfettwerte bei verhältnismässigem Eier-Konsum gering sei. Viel entscheidender sei die Qualität der Fette in der Nahrung. –– Und Eier haben ungesättigte und somit «gesunde» Fettsäuren.

Statt Ei: Erbsen, Linsen, also pflanzliche Proteine

Es gibt natürlich auch andere wertvolle Proteinlieferanten, wenn jemand keine Eier mag. Zum Beispiel sind Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen gute Proteinlieferanten. Aber auch Nüsse, Samen, Kernen und Getreide wie Quinoa, Amaranth und Haferflocken.

Pflanzliche Proteine enthalten weniger essenzielle Aminosäuren als tierische. Damit haben sie eine geringere biologische Wertigkeit. Das heisst, der Körper verarbeitet tierische Eiweisse schneller, da die Aminosäurestrukturen denen der Menschen ähnlich sind. Es empfiehlt sich, Proteine sowohl aus pflanzlichen als auch aus tierischen Quellen zu sich zu nehmen.

Also, ob hart oder weichgekocht, roh, pochiert, als Omelette oder im Kuchen. Als Spiegelei. Oder Rührei beim Osterbrunch. Im Mass gegessen passen Eier ganz gut in unseren Ernährungsplan.

Bereit für die Ostertage

Und wie schaffen wir es nun – ob mit oder ohne Ei –, über die Ostertage in Balance zu bleiben? Da gibt es einige ernährungsspezifische und andere Tipps.

Denn Peter von Blarer von der Schulleitung hat damals zu Weihnachten zehn Tipps gesammelt. Die sind, zumal wir uns, mal angenommen, den Schnee wegdenken, auch ganz gut zu Ostern.

Und, die TCM-Wirkung von Schokolade, hier.

Ja, dann frohe Ostern.

 

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