Auch mal gedanklich ab- und herumschweifen

Ebikon, 24. April 2020 – Vier Fragen. Und Antworten von Dozentin Franziska Bischof-Jäggi.

Franziska Bischof-Jäggi, lic. phil., Pädagogische Psychologin, dipl. Paar- und Familientherapeutin, Mediatorin SKWM, Inhaberin Powermanagement GmbH und Autorin. Franziska Bischof-Jäggi unterrichtet bei uns «Lernen-Entwicklung-Persönlichkeit» und momentan das Gratis-Webinar «Ciao Hektik, hallo Fokus» zur Selbsthilfe in dieser aussergewöhnlichen Lage. Photo: Heilpraktikerschule Luzern

Franziska, komplett abschalten: Wie machst du das?

Oh, da habe ich eine breite Palette: Von Kaffeetrinken im Liegestuhl über Lesen und dadurch ganz und gar in andere Zeiten oder Kulturen abdriften oder Musik je nach Stimmungslage. Oder auch Kochen, das erdet mich, wie auch das Gärtnern in unserem kleinen Garten. Zwischendurch auf dem Sofa in eine dicke Kuscheldecke einkuscheln und mir erlauben, gedanklich ab- und herumzuschweifen und zu träumen, oder mit den Kindern ein Spiel spielen und für mich malen, mach ich auch sehr gerne. Und was mich enorm erdet und ich mir regelmässig gönne, ist ein Fussbad oder eine Fussmassage.

Das Buch, das dich am meisten beeinflusst hat?

Oje, als Leseratte ist das nun eine wirklich knifflige Frage, denn das ändert immer mal wieder. Von wem ich allerdings beruflich und privat in allen Räumen Bücher habe ist Janusz Korczak. Er war Mediziner und Erzieher und enorm innovativ, ein grosser Netzwerker, Denker und Praktiker gleichzeitig und so unglaublich positiv. Er hat viele Kinderbücher und Erziehungsbücher geschrieben, hat zwei Kinderheime geleitet, ein Kinderradio aufgebaut und ist der polnische Nationalheld, so quasi das, was Heinrich Pestalozzi für uns Schweizer bedeutet. Er war auch der Begründer der Kinderrechte, aus denen später die UNO-Kinderrechtskonventionen entwickelt wurden.

Die Landschaft, die dich bewegt, dein Lieblingsort?

Da denke ich spontan an zwei Orte und beide haben mit Wasser zu tun: Der Choller in Zug, eine kleine Bucht im Naturschutzgebiet. Da gehe ich oft alleine oder auch mit Kunden hin und geniesse die Ruhe, mache ein paar Körperübungen und beobachte Vögel. Der andere Ort ist der Strand in Südafrika in Plettenberg Bay. Hier war ich auch oft und habe viele, viele Muschelmandalas kreiert und mich so gedanklich total vertieft... und dann kommt die nächste Flut und die ganze Kunst wird wieder mitgenommen.

Damals, Plettenberg Bay, Südafrika: sich in Mandalas vertiefen, bis das Meer sie verwischt. Photo: Franziska Bischof-Jäggi

 

Welche Musik hörst du in letzter Zeit besonders oft?

Ich beginne den Tag sehr gerne entweder ganz ruhig oder mit klassischer Musik. Und da ich mich nicht gerne am Morgen schon entscheiden muss, schalte ich dann SwissClassic ein. Meist ist es allerdings ruhig bei uns zu Hause, weil mit Kindern und Musik und Haustieren sonst zu viel an ständigen Inputs da wären. Beim Bügeln höre ich gerne Opern, weil ich im Keller wirklich laut und bewusst mithören kann und das niemanden stört. Opern sind enorm emotional und das mag ich, ich liebe die grossen Verdi-Opern wie Nabucco oder La Traviata, aber es darf auch zwischendurch Hänsel und Gretel von Humperdinck sein oder sonst eine Oper. Einfach phantastisch!

Danke!

Das Gratis-Webinar «Ciao Hektik, hallo Fokus – Selbsthilfe zum Gut-Zuhause-Bleiben» mit Franziska Bischof-Jäggi läuft noch bis Anfang Juni. Seien Sie dabei, mehr dazu hier.