«Für mich ist Kinesiologie eine Lebensphilosophie»

Ebikon, 1. Mai 2020 – Vor zwei Monaten war ihr erster Kinesiologie-Kurs, jetzt sammeln sie Erfahrungen. Wie es für diese fünf StudentInnen weitergeht, darüber berichten sie im dritten und letzten Teil dieses Interviews. Auch, wie sie Kinesiologie in ihren Alltag einbauen.

Einige der Übungen lassen sich gut in den Alltag integrieren, bei Stress – oder einfach so. Dozentin Dr. phil. Karin Friedrich zeigt, wie. Foto: Maya Jörg

Mitte Februar haben sie gemeinsam das Einsteigermodul «Touch for Health 1» besucht, jetzt blicken sie zurück: So geht es für diese fünf Kinesiologie-StudentInnen weiter.
Die fünf StudentInnen, das sind: Lorena Brunner, Medizinische Praxisassistentin und Praxiskoordinatorin sowie Assistentin der Geschäftsleitung; Stefan Baumgartner, Buchhalter aus dem Kanton Zug; Nicole Hoeffleur, Hochbauzeichnerin und Hausfrau, Florence Steger, KomplementärTherapeutin mit Branchenzertifikat OdA KT in Ayurveda, Ayurveda-Specialist in einer Hotelgruppe und Patrick Hugener, Baumpflegespezialist.

Hast du seit dem Kurs schon jemanden behandelt? Und wie war deine Erfahrung damit?

Lorena: Ja, ich habe bereits mit Familienangehörigen die Methode «Touch for Health» geübt. Es war schön zu erkennen, dass auch sie eine Veränderung spüren. Unser Körper kann eine Unter- oder Überenergie aufweisen. Im Touch erkennen wir die Unterenergie, wenn die KlientIn den Muskel nicht halten kann. Die Überenergie erkennen wir durch das Testen der Alarmpunkte. Durch die verschiedenen Ausgleichsmethoden konnte ich sie wieder balancieren und dadurch konnten sie im Muskeltest ihre Muskeln wieder halten.
Nicole: Auch ich übe bisher vor allem mit Familienmitgliedern. Es ist immer wieder spannend, und es tauchen jedes Mal neue Fragen auf.
Stefan: Nein, ich habe noch niemanden behandelt.
Florence: Bis jetzt bin ich auch nicht dazu gekommen, jemanden zu behandeln. Meine Praxis ist momentan infolge des Corona-Virus geschlossen.
Patrick: Ich habe schon ein paar wenige Behandlungen durchgeführt. Es war inspirierend und aufschlussreich. Mir gefällt die Herangehensweise.

Nutzt du Kinesiologie in deinem Alltag?

Stefan: Bis jetzt noch nicht. Doch ich habe vor, mir während der «Corona-Festtage» Zeit zu nehmen, um in die Bücher reinzuschnüffeln.
Florence: Ab und zu für mich privat.
Patrick: Manchmal mache ich Einschaltübungen vor dem Lernen oder vor der Schule.
Nicole: Ich nutze die kinesiologische Denkweise in meinem Alltag. Für mich ist es eine Lebensphilosophie.
Lorena: Ja, ich nutze die Kinesiologie in meinem Alltag vor allem in Stresssituationen. Dann wende ich gewisse Übungen an, die wir gelernt haben.

Und nutzt du Kinesiologie nur privat oder auch schon beruflich?

Nicole: Ich bin noch nicht so weit, dass ich eine Praxis habe.
Lorena: Kinesiologie nutze ich bisher lediglich privat. Mein Ziel ist es natürlich, nach der Ausbildung nebenberuflich als Kinesiologin zu arbeiten. Und dann nach und nach meine Tätigkeitsprozente zu steigern.
Florence, Patrick und Stefan: Nur privat.

Wie geht es bei dir weiter, was ist dein nächstes Ziel?

Stefan: Mein Ziel bleibt die Kurzausbildung myKinesiologie.
Nicole: Die Ausbildung fertig machen. Wenn alles rund läuft, schliesse ich Ende 2022 den Studiengang Kinesiologie KT ab.
Lorena: Mein Ziel ist, dass ich das Gelernte vertiefen kann. Zurzeit ist das leider etwas schwierig, da ich nicht dauernd meinen Partner zum Üben verknurren möchte. Daher hoffe ich sehr, nach der Corona-Krise wieder vermehrt mit meinen MitstudentInnen üben zu können.
Patrick: Weitermachen mit der Schule und mehr praktische Erfahrung sammeln.
Florence: Bei mir steht die Höhere Fachprüfung zur Komplementärtherapeutin in Ayurveda an. Wenn das vorbei ist, belege ich sicher einen weiteren Kurs in Kinesiologie.

Corona, dieses Virus stellt gerade unser Leben auf den Kopf: Was hilft dir, diese aussergewöhnliche Zeit gut zu überstehen?

Nicole: Ich bin viel in der Natur.
Stefan: Vertrauen ins Leben. Bis jetzt habe ich ausschliesslich positive Sachen festgestellt. Es ist eine Chance, sich wieder ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das Nichtstun ist mir ohnehin nie schwergefallen. Man lernt jetzt, selbstverständliche Sachen wieder zu schätzen. Und das, ganz ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Viele von uns werden erst in ein paar Jahren realisieren, dass diese Krise sehr hilfreich war – und wer weiss, vielleicht werden sich einige danach sogar an diese ruhige, entschleunigte Zeit zurücksehnen.
Florence: Ich nutze die geschenkte Zeit, um mich auf die Höhere Fachprüfung vorzubereiten. Daneben meditiere ich und mache Yoga.
Patrick: Ich besinne mich darauf, was mir wichtig ist. Manchmal löst das Ängste aus. Denen stelle ich mich, gerne sogar, und lerne daraus. Das habe ich aber schon bisher so gemacht in meinem Leben.
Lorena: Positives Denken und möglichst nur einmal täglich die Tagesschau einschalten, in die News reinschauen. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Krise meistern werden – und uns hoffentlich bald in der Schule wiedersehen.

Ja, das wünsche ich euch auch. Vielen Dank euch fünf und alles Gute.


Und hier die Praxis-Adressen:

Nicole, Lorena und Stefan haben noch keine Praxis.

Florence hat ihre Praxis im Tessin:
Centro Ayurharmony, Florence Steger, via Giulia 48 h, 6855 Stabio (TI), 076 569 10 37, www.ayurharmony.ch, corsi.florence@ticino.com

Und Patrick schreibt: «Ich habe zwar noch keine Praxis und auch keine Webseite», und schickt seine Privatadresse:
Patrick Hugener, Ammannsmatt 28, 6300 Zug, 076 824 6343, patzwoe@hotmail.com

Teil 1 und 2

Vor Kursbeginn haben wir nachgefragt: Was erwarten Lorena, Patrick, Nicole, Stefan und Florence von dem Kurs «Touch for Health 1» und weshalb haben sie sich für Kinesiologie entschieden? Die Antworten hier: «Ein gutes Modul zum Einsteigen»

Dann, kurz nach dem Kurs: Wie haben die fünf StudentInnen den Kurs erlebt und was neu gelernt? Und welche Erwartungen wurden erfüllt? «So fällt einem Veränderung leicht»


Das nächste Modul Touch for Health 1 findet am Samstag, 29. und Sonntag, 30. August 2020 statt. Es unterrichtet Karin Friedrich.